Gedenken an die Novemberpogrome 1938: Veranstaltungen in Sachsen

Am 9. November 2026 erinnern zahlreiche Initiativen, Kommunen und Lernorte in Sachsen an die nationalsozialistischen Novemberpogrome von 1938. Mit Gedenkveranstaltungen, Stolperstein-Aktionen, Filmvorführungen, Zeitzeugengesprächen und historischen Rundgängen wird an die Verfolgung jüdischer Menschen erinnert.

Dresden

Um 17 Uhr findet ein ökumenisches Friedensgebet in der Kreuzkirche statt. Um 18 Uhr zeigt die sächsische Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus im Zentralwerk den Film „Der Rhein fließt ins Mittelmeer“ von Offer Avnon.

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Torgau

Der Erinnerungsort Torgau lädt ab 17 Uhr zum gemeinsamen Reinigen der Stolpersteine ein. Elf Stolpersteine erinnern in der Stadt an jüdische Torgauerinnen und Torgauer, die während der NS-Diktatur verfolgt wurden.

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Leipzig

Ab 17:30 Uhr findet an den Stolpersteinen in der Eisenbahnstraße 47 eine Mahnwache statt. Biografische Beiträge und gemeinsames Stolperstein-Putzen erinnern an die Familie Weißblüth und Samuel Hundert.

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Chemnitz

Das Gedenken beginnt um 11 Uhr am Stephanplatz, dem ehemaligen Standort der 1938 zerstörten Synagoge. Ab 16 Uhr werden im Rahmen der „Lichterwege“ Stolpersteine im Stadtgebiet gereinigt und beleuchtet. Um 18:30 Uhr folgt ein Erinnerungsabend in der Hartmannfabrik.

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Bautzen

Unter dem Titel „Vor aller Augen“ wird der Kornmarkt am Nachmittag zum offenen Erinnerungsort. Jugendliche stellen Biografien jüdischer Bautzenerinnen und Bautzener vor. Zum Programm gehören außerdem Musik, Tanz, Stolperstein-Putzen und eine ökumenische Andacht. Eine Installation aus 113 Stühlen erinnert an Menschen, die einst Teil der jüdischen Stadtgesellschaft waren.

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Freiberg

In Freiberg beginnt das Gedenken bereits am Vormittag. Ein gemeinsamer Weg führt zum ehemaligen Standort der „Freia GmbH“, wo jüdische KZ-Häftlinge Zwangsarbeit leisten mussten. Am Abend berichten die Autorin Wendy Holden und die Zeitzeugin Eva Clarke über Verfolgung, Zwangsarbeit und Überleben.

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Die Veranstaltungen zeigen, wie vielfältig das Erinnern an die Novemberpogrome heute gestaltet wird – lokal, biografisch und im öffentlichen Raum.

Wenn du möchtest, kann ich dir daraus zusätzlich noch eine redaktionell etwas rundere Fassung für lernorte.eu mit 250–300 Wörtern machen.

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