Auf den Spuren von NS-Verbrechen – Exkursion der Landeszentrale für pol. Bildung nach Nürnberg und Bayreuth

Wer darüber Bescheid weiß, wie zur Zeit des Nationalsozialismus Millionen Menschen mit Hilfe einer ausgeklügelten Ideologie fanatisiert wurden, versteht besser, welchen Gefahren wir in der Gegenwart wieder ausgesetzt sind. Wissen und Verstehen können uns dabei helfen, extremistisches Gedankengut zu entlarven und uns für eine demokratiefreundliche Haltung zu stärken. Das ist das Ziel dieser besonderen Exkursion. 

Aus diesem Grund steht unsere Exkursion ganz im Zeichen des Lernens aus der Geschichte. Wir reisen nach Nürnberg, einem der zentralen Orte deutscher Erinnerungskultur. Dort besuchen wir den historischen Schwurgerichtssaal, in dem die Nürnberger Prozesse stattfanden – ein Symbol für die rechtliche Aufarbeitung der NS-Verbrechen und den Beginn einer internationalen Strafgerichtsbarkeit. Ebenso begeben wir uns in das Dokumentationszentrum auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände, das eindrucksvoll die Machtinszenierungen des Regimes offenlegt und die gefährliche Faszination totalitärer Systeme sichtbar macht.

Zugleich erinnert das Dokumentationszentrum an die Opfer des modernen Rechtsterrorismus, wie etwa der NSU-Morde. Diese Verbrechen führen uns schmerzhaft vor Augen, dass extremistisches Denken auch in unserer Gegenwart existiert – oft schleichend, verborgen und doch zerstörerisch.

Abschließend führt uns unsere Reise nach Bayreuth, eine Stadt, die in den 1930er Jahren durch Hitlers persönliche Verehrung Richard Wagners und dessen Musikfestspiele zu einem geistig-kulturellen Zentrum der nationalsozialistischen Ideologie wurde. Dort werden wir sehen, wie Kunst, Kultur und Propaganda ineinandergriffen und wie sich selbst scheinbar ästhetische Ausdrucksformen in den Dienst politischer Verführung stellen ließen.

Die Exkursion soll nicht nur historische Fakten vermitteln, sondern auch zum Nachdenken anregen – über Verantwortung, Haltung und die Bedeutung einer lebendigen Demokratie in der Gegenwart.

Exkursionsprogramm

26. Oktober 2026 – Plauen: Anreise & Einführung

Bis 17:30 Uhr: Eigenständige Anreise ins Hotel

18:00 Uhr: Gemeinsames Abendessen

19:30 Uhr: Einführung in das Thema der Exkursion und Ausblick auf das Programm

27. Oktober 2026 – Nürnberg: Schauplatz der Geschichte

8:00 Uhr: Abfahrt mit dem Reisebus nach Nürnberg

10:00 Uhr: Führung durch den Schwurgerichtssaal 600 im Nürnberger Justizpalast – Ort der Nürnberger Prozesse

12:00 Uhr: Fahrt in die Innenstadt und Zeit für eine selbstständige Mittagspause

13:30 Uhr: Weiterfahrt zum Memorium Nürnberger Prozesse / Lernort Reichsparteitagsgelände

14:00 Uhr: Thematische Führung: NS-Ideologie und Reichsparteitage 

17:30 Uhr: Gemeinsamer Spaziergang zur Gaststätte „Gutmann am Dutzendteich“

18:00 Uhr: Gemeinsames Abendessen

19:30 Uhr: Abfahrt mit dem Reisebus nach Bayreuth

28. Oktober 2026 – Bayreuth & Abschluss der Reise

10:00 Uhr: Stadtführung zu zentralen Orten der NS-Geschichte Bayreuths – im Spannungsfeld zwischen Richard Wagner, Hitler, Kultur und Ideologie.

12:00–13:00 Uhr: Eigenständige Mittagspause in Bayreuth

13:15 Uhr: Abfahrt mit dem Bus nach Plauen, dort endet die gemeinsame Fahrt

Änderungen vorbehalten

Informationen zur Reise

Kosten

Teilnahmegebühr pro Person: 150 Euro

Folgende Leistungen sind enthalten:

Busfahrten Plauen-Nürnberg/ Nürnberg -Bayreuth/ Bayreuth -Plauen

2 Übernachtungen (Einzelzimmerzuschlag + 50 €)

Halbpension (Frühstück und Abendessen + Kaffee, Tee und Wasser zu den Mahlzeiten)

Eintrittsgelder und Führungen

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Die verbindlichen Teilnahmezusagen werden am 6. Oktober zusammen mit der Bankverbindung versendet.

Organisatorischer Ansprechpartner

Larissa Baidinger, SLpB

Tel.: 0351 853 18 52

Anmeldung: Richten Sie bitte Ihre Anmeldung inkl. Angaben zu Ihrer Person (Name, Vorname, Adresse, E-Mail) bis zum 2. Oktober 2026 an folgende Adresse:

E-Mail: larissa.baidinger(at)slpb.sachsen(dot)de

Inhaltlicher Ansprechpartner

Dr. Eva-Maria Zehrer, SLpB

Tel.: 0351 853 18 32

E-Mail: eva-maria.zehrer(at)slpb.sachsen(dot)de